Samstag, 16. August 2014

...make up: electric rain

Ich bin immer noch im Rausch der Urban Decay Electric Palette. Es macht soviel Spaß sich damit zu schminken! Diesmal hatte ich (passend zum Wetter) einen etwas trüberen Look im Sinn. Verwaschen und nicht ganz so knallig sollte das AMU aussehen. 


Auf dem Lid habe ich zunächst Gonzo und Chaos ineinander verlaufen lassen und dann mit Fringe in der Lidfalte ausgeblendet. Ich habe einen recht fluffigen Pinsel zum Blenden verwendet, damit alles so "verschwommen" wie möglich aussieht. 


Man kann die einzelnen Lidschatten bei diesem AMU kaum noch erkennen, weil ich alle so gut es ging ineinander verblendet und gemischt habe. Im Innenwinkel habe ich als Highlight Revolt aufgetupft und leicht verwischt. 


Hauptakteur dieses AMUs ist jedoch Copperplate von MAC. Mit dem grauen Lidschatten habe ich den unteren Wimpernkranz betont und rund ums Auge herum damit geblendet, um einen "verregneten" Look zu kreieren. Auch wenn Copperplate Augenschatten betont, gefällt mir gerade dieses leicht grunge-ige total gut! 


Auf den Wangen trage ich Taupe von NYX als Kontur und Lavish Living und Scene to be seen von MAC als Blush. Die Lippen habe ich extrem zurückhaltend mit dem ewigen Liebling Night Fall von Rituals und einem Touch von Freida's Nude betont. 


Können wir bitte nochmal kurz über die Namensgebung von Gonzo sprechen? Ich musste echt nochmal googlen, weil ich nicht glauben konnte, dass Urban Decay diesen Namen verwendet. Und siehe da: eine Figur der Muppets heißt so. Da ich die Muppets nicht kenne (also ich weiß von deren Existenz, bin aber kein Fan), habe ich bei dem Namen an was ganz (!!!) anderes gedacht... #dreckigesgedankengutforlife #weristmitmir 

Mittwoch, 13. August 2014

...swatches: nyx macaron lipsticks

Manchmal ist man von einer Idee besessen und egal, wie viele Menschen einem davon abraten, man muss sie trotzdem verfolgen. Und scheinbar dachte ich mir, dass graue, blaue und orangene Lippen eine super Idee sind. Jo. Somit kaufte ich mir unlängst drei Exemplare der NYX Macaron Lippenstifte in Earl Grey, Orange Blossom und Black Sesame.


Mit den matten Lippenstiften von NYX bin ich bisher sehr zufrieden, so allgemein. Ich besitze nämlich bereits zwei alltagstaugliche Farben, Tea Rose und Whipped Kaviar. Da kann man doch auch mal in den Farbtopf greifen und total craycray Nuancen ausprobieren! Komisch, dass mein Blick dann eher "The Fuck was I thinking?" sagt...



Black Sesame ist ein grauer Lippenstift. Hellgrau, um genau zu sein. Irgendwie dachte ich, dass diese Nuance supercool und irgendwie High Fashion aussehen würde. Im End ist es dann doch nur der in-frischen-Zement-gefallen-Look. Die Qualität (falls relevant) ist aber durchaus gut. Cremig, lässt sich gut auftragen, angenehmes Tragegefühl. 



Wenn wir schon bei der Qualität sind: Earl Grey schneidet von allen drei Exemplaren am besten ab. Ist euch aber eh egal, oder? Denn wer aussieht, als hätte er Papa Schlumpf einen... ne, lassen wir das. Irgendwie muss ich bei dieser Nuance an die Schranzer aus den 90ern denken. Und die hatten damals schon keinen guten Look. 



Kommen wir zu dem versöhnlichen Part dieses Postings: Orange Blossom. Ja, dieser Lippenstift ist tragbar. Mit dem richtigen Gesamtlook könnte diese Farbe ganz gut rüber kommen. Dafür sollte ich aber nicht so blass geschminkt sein, da braucht es mehr wumms! Leider hat sich dieser Lippenstift am schlechtesten auftragen lassen und ist am wenigstens deckend. 

Natürlich werde ich diese Fehlgriffe nun nicht entsorgen, sondern mich darum bemühen, sie irgendwie zum funktionieren zu bringen. Bißchen Chemiebaukasten spielen und mit anderen Farben mischen. Wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein hübsches Layering! Für eure Ideen bin ich absolut offen, her damit! 

Freitag, 8. August 2014

...make up: electric tropical sea

Und weiter geht's mit der Electric Pressed Pigment Palette! Heute habe ich versucht, mich an den Farben einer tropischen Lagune zu orientieren. Zu blauen Augen ist ein blauer Look immer ein bißchen schwierig, aber mit schwarzer Mascara und ausreichend Bronzer im Gesicht passt das schon.


Ich habe zunächst Thrash auf das komplette Oberlid aufgetragen, habe dann aber schnell gemerkt, dass diese Nuance beim Verblenden massiv an Strahlkraft verliert. Also habe ich am äußeren Winkel Chaos aufgetragen und mit Fringe und Freak verblendet. Nach dem Verblenden habe ich einfach nochmal etwas Thrash im inneren Winkel aufgetupft.


Am unteren Wimpernkranz habe ich einen Verlauf zwischen Freak und Fringe kreiert. Vor allem Fringe hat es mir extrem angetan, weil es so sehr an die schimmernde Oberfläche von sonnenbestrahltem Karibikwasser erinnert. 


Um das AMU abzurunden, habe ich den Kajal Float on by von MAC auf der Wasserlinie aufgetragen (oben und unten). Man hätte auch schwarzen Kajal nehmen können, aber ich wollte unbedingt den Dunkeltürkisenen Grundtenor des Looks beibehalten.


Auf den Wangen trage ich meinen liebsten Bronzer von MAC (Sun Dipped) und das Blush Exposed von Tarte. Die Lippen habe ich mit dem Butter Gloss Tiramisu von NYX betont (auch ganz große Liebe). 


Insegsamt finde ich den Look sehr stimmig, aber nicht ganz so nice wie den gestrigen. Insbesondere die Zickigkeit von Thrash hat mich überrascht und gestört. Vielleicht verwende ich diese Farbe nun eher zum Ausblenden. Was sagt ihr zu dem Meerwasser-AMU?  

Donnerstag, 7. August 2014

...make up: electric tropical sunset

Eins vorweg: Die Farben auf den Fotos sind nicht (!) bearbeitet. This is the real deal! Mein erstes AMU mit der Urban Decay Electric Pressed Pigment Palette musste etwas in die Richtung von Valeries letztem Knüller werden. Also habe ich die Nuancen Slowburn, Savage, Chaos, Jilted und Urban zu einen farbintensiven Look verarbeitet


Diese Farbkombi soll an einen Südsee-Sonnenuntergang erinnern, da unser derzeitiger Sommer bisher nichts dergleichen bietet. Im Grunde genommen habe ich das AMU so angelegt, dass es zum Wimpernkranz hin immer dunkler wird. Klassisches smoky eyes Schema.  


Die Farbintensität der Lidschatten ist wirklich herausragend. Als Base habe ich sowohl die Primer Potion in Eden von Urban Decay als auch Maybellines Color Tattoo Cremelidschatten in Fierce & Tangy benutzt. Die lilane Manga-Mascara von L'Oreal ist schon seit Längerem ein absoluter Liebling von mir und passt einfach perfekt zu diesem Look. Die unteren Wimpern habe ich mit der pinken Colour Flash Mascara von essence betont (Lena hatte mich damit angefixt).


Auf den Wangen habe ich etwas Bronzer aufgetragen und sie dann mit dem Lidschatten Slowburn leicht betont. Das funktioniert wunderbar - ich mag Produkte, die man vielseitig einsetzen kann


Auf den Lippen habe ich Metalight von Catrice verwendet, ein frostig-metallischer Beigeton. Perfekt als Partner für intensive AMUs, mit einem leichten Touch 90er.  


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Look nicht außer Haus getragen habe. In den letzten Wochen hat es immer nur für Foundation, Rouge und Mascara gereicht, da kam ich mir heute direkt stark geschminkt und ungewohnt vor. Aber irgendwie auch geil. Danke, Urban Decay, für diese unfassbar starke Palette! 

Mittwoch, 6. August 2014

...einkauf: urban decay electric pressed pigment palette

Na, fühlt ihr das Bitzeln in der Luft? Diese positiv angespannte Atmosphäre? Ein elektrisches Knistern? Das sind die Vibes, die ich euch durchs Netz schicke! Und die sind akut besonders bunt, denn ich habe Farbe gekauft: Die Electric Pressed Pigment Palette von Urban Decay. Welch ein Prachtstück!


Da man seit Neuestem Urban Decay endlich wieder in Deutschland beziehen kann, habe ich mich dazu entschlossen, dem Hype um diese Palette erliegen zu wollen. Das Verpackungsdesign spiegelt die Farbexplosion wider, die den Inhalt mit seinen zehn Lidschatten ausmacht. 


Oft hatte ich mit den Quads von Sugarpill geliebäugelt, bin nun aber froh gewartet zu haben. Dies Urban Decay Palette vereint die Farbschemata von Sugarpill und hat ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis


Die Intensität der Lidschatten ist enorm, die Konsistenz buttrig, die Deckkraft fabelhaft. Wie sie sich beim Schminken verhalten, gilt es allerdings noch herauszufinden. 


Neben den vielen Nude-Paletten ist diese Zusammenstellung ein wahrer Lichtblick, der mich hoffentlich nun wieder öfter dazu verführt, Farbe zu tragen. Man wird ja gerne gemütlich und verlässt sich auf Altbewährtes, wenn man wenig Zeit hat...


Ich freue mich tierisch darauf, alle Möglichkeiten dieser Palette auszuschöpfen. Man hat das Gefühl, dass jeder Look damit BÄM wird! 

Habt ihr sie euch auch gekauft und vielleicht schon damit geschminkt? Links, please!

Donnerstag, 22. Mai 2014

...make up: peach party

G'day, peoplz! Nachdem ich euch meinen Einkauf aus London präsentiert habe, gibt es heute den passenden Look dazu. Ich muss zugeben, dass ich selten so zufrieden mit neuen Produkten war wie mit diesen und kann alle nur wärmstens empfehlen! 


Fangen wir mal mit dem Soap & Glory Whats Nude Quad an: vier neutrale Farben, eine davon schimmernd, die anderen matt. Ergebnis: Der einfachste Look der Welt. Die Lidschatten lassen sich einwandfrei verarbeiten und halten (mit UDPP) genau so gut wie meine MAC-Lidschatten. Um dem AMU einen kleinen Kick zu geben, habe ich es mit der Fluidline Deliciously Rich von MAC gepimpt. 


Auf den Wangen trage ich das ultra-glowige Blush Peach Party, ebenfalls von Soap & Glory. Die Lippen habe ich mit einem semi-matten Stay Perfect Lippenstift von No7 geschminkt, in der Nuance Glace. Ich verwende derzeit nur noch die Foundations von No7 und bin so begeistert von ihnen, dass ich sie mir nachkaufen werden, wenn sie mal leer sind. Der Ritterschlag schlechthin! 


Auf den Fotos sieht man ziemlich gut, wie sehr sich meine Haarfarbe geändert hat. Hier wirkt es fast schon, als wäre ich ein richtiger Rotschopf geworden! In anderen Lichtverhältnissen hingegen sehen die Haare eher Hellbraun aus. Ich mag's richtig gern! Und es passt so gut zu grünen Klamotten! 

Dienstag, 20. Mai 2014

...haare: ein farbliches makeover

Dunkles Rot ist eine fantastische Haarfarbe für mich. Ich liebe, dass es mich wie ein dramatisches Schneewittchen aussehen lässt. Aber wie das eben so ist: Man mag auch mal anders aussehen. Und da ich in meiner Jugend so gut wie keine Haar-Experimente gemacht habe, hole ich dies nun alles nach.

Letztes Jahr hatte ich mein ewig langweiliges Braun so satt, dass ich mich endlich getraut habe, auf dunkles Rot umzusteigen. Und es hat mir so gut gefallen, dass ich es mehrfach eigenständig nachgefärbt habe. Doch in den letzten Wochen war in mir der Wunsch gewachsen, den Ansatz los und gleichzeitig jahreszeitengerecht etwas heller zu werden. Da ich das Glück habe eine unheimlich talentierte und erfahrene Haarfärbeexpertin im Freundeskreis zu haben, begab ich mich vertrauensvoll in ihre Hände. Und das Ergebnis entspricht einfach zu 100% meiner Wunschvorstellung! 


Zunächst haben wir die Haare mit einer Farbentzugskur behandelt und danach eine Blondierwäsche (4%) gemacht, woraufhin meine Haare hellgelborange waren. Bonnie Strange lässt grüßen! Auf das vorbehandelte Haar haben wir eine Intensivtönung in einem warmen Mittelblond gepackt. Danach sah ich zwei Tage original aus wie Cersei. Um den Haaren den orangenen Einschlag zu nehmen, sind wir abermals mit einer mittelblonden Tönung rüber gegangen, diesmal jedoch mit aschigem Einschlag. Auch wenn die Belichtung auf den Vergleichsbildern nicht exakt dieselbe ist, erkennt man doch sehr gut, dass der Unterschied zu vorher massiv ist. 


Ich bin so glücklich mit meiner neuen Haarfarbe! Es ist unheimlich natürlich geworden und passt einfach optimal in die Frühlings- und Sommerzeit. Im direkten Sonnenlicht leuchten die Haare richtig warm, was wiederum sehr schön zu meiner Augenfarbe aussieht. Durch die Behandlung sind meine Haare etwas widerspenstiger geworden, aber ich benutze brav meine Kur und werde auch bald mal die Spitzen schneiden lassen. Insgesamt bleibt zu sagen: Danke an die beste Flor der Welt! 

Und natürlich interessiert es mich, wie euch die Haare gefallen! Wann hattet ihr euer letztes Makeover?

Sonntag, 18. Mai 2014

...einkauf aus london

Letzte Woche war ich mit meiner Schwester für ein paar Tage in London. Das letzte Mal waren wir dort, als ich sieben und sie vier war. Entsprechend ungenau war die Erinnerung an diese tolle Stadt. Als halbe Britinnen haben wir den Besuch außerordentlich genossen, vor allem in kulinarischer Form: In England gibt es einfach die besten Süßigkeiten der Welt! Zum Glück lebe ich nicht dort, sonst wäre ich mit Sicherheit ruckzuck zuckerkrank.

Selbstverständlich haben wir unser Geld nicht nur in Candy und Chocolate investiert, sondern konnten auch anderen Versuchungen nicht widerstehen. Kurz und knapp zusammengefasst präsentiere ich euch meinen befriedigenden London-Einkauf!   


Körperpflege find ich gut. Vor allem, wenn man dann auch noch gut riecht. Einer der besten, sexiesten Düfte, den ich je gerochen habe, ist Punk Bouquet von & other stories. Wir haben doch tatsächlich eine Dependance der schwedischen Marke gefunden und ich habe mich mit Body Wash, Lotion und Mist eingedeckt. Von Katha wurde ich letztes Jahr mit den Peelings angefixt und konnte den Duft von Punk Bouquet nie vergessen. Endlich kann ich mich wieder darin suhlen! Einen Body Mist in der Duftrichtung Couture Carnival habe ich mir auch noch mitgenommen.

Weil ich noch nicht genug Peelings habe, musste ich das Smoothie-Peeling von Soap & Glory einfach kaufen. Es riecht nach Kuchen und süß und ich will es essen. Hoffentlich komme ich nicht irgendwann angetrunken nach hause und versuche mich daran. Die Gefahr besteht bei diesem köstlichen Duft!

Die Silk Hydration Sonnenmilch von Hawaiian Tropic war ein Nachkauf, den ich Pishi zu verdanken habe. Letztes Jahr hatte sie so davon geschwärmt, dass ich sie im Sommerurlaub direkt ausprobieren musste - und siehe da: es ist die beste Sonnenmilch überhaupt! Zieht schnell ein, hinterlässt keinen ekligen Film, schützt bombig und ist sparsam. Außerdem riecht sie nach Kokos. Winwinwin! 


Guckt euch bitte mal diese Nagellackflaschen von Revlon an! Sind sie nicht ein Traum? Ich konnte nicht daran vorbei gehen und habe mir gleich drei Nuancen gekauft: Italian Leather, Wintermint und Autumn Spice. Alle Nagellacke duften nach dem Trocknen namensgetreu. Komische Sache, brauche ich nicht. Aber die Farben sind toll!

Im Duty Free habe ich mir endlich mein geliebtes Parfum L'Impératrice von Dolce & Gabbana nachgekauft. Wenn ich einen "signature" Duft habe, dann diesen. Außerdem habe ich etwas getan, was man eigentlich nicht macht: den Lieblingsduft einer meiner besten Freundinnen nachgekauft! Aber See By Chloé riecht einfach so geil an besagter Freundin, dass ich mich schon oft bei ihr damit eingenebelt habe. Rechtfertigung genug für einen Kauf.  


Das Beste kommt zum Schluss: Schminke! Bei Boots bin ich ein bißchen ausgerastet und habe mir gleich drei Foundations von No7 gekauft. Aber der Farbton (der hellste) ist perfekt für mich und die Foundations sind allesamt klasse! Meine Nuance wurde mit so einem komischen Gerät bestimmt, das mir die Mitarbeiterin an den Hals gehalten hat und dann meine Farbe ausgespuckt hat. Abgefahren und so praktisch! Abgesehen von den Foundations musste noch ein cremiger Skin Illuminator mit, denn was ist schon Haut ohne Glow? Ein Lippenstift in kühlem Beerenton mit Goldschimmer und satiniertem Finish dazu: No7 hat mich überzeugt!

Einer Freundin habe ich einen flüssigen Lippenstift von Bourjois mit mattem Finish mitgebracht und musste bei der Nuance Olé Flamingo selbst zugreifen. Sehr geiles Teil, von dem so viele englische Beautyblogger schwärmen.

Endlich gab es auch das berühmte Lid Stuff Quad von Soap & Glory in neutralen Farben für mich. Carina hatte vor Ewigkeiten davon berichtet und es ging mir nie aus dem Kopf. Top Qualität! Und für die Wangen musste es Peach Party sein, auch von Soap & Glory. Für den peachigen Glow auf den Wangen, logisch!

Alles in allem war es ein überaus glücklich machender Besuch der englischen Hauptstadt! Who says money can't buy happiness? 

Dienstag, 6. Mai 2014

...the power(lessness) of make up

Ich liebe Make Up. Schminke macht mich glücklich. Aber wenn man ein Hobby hat, dass rein auf die vermeintliche Optimierung der menschlichen Oberfläche ausgelegt ist, beschäftigt man sich meist automatisch mit Konzepten von "Schönheit".

Was ist Schönheit überhaupt? Hat Schönheit wirklich etwas mit dem Äußeren, Sichtbaren zu tun? Und liegt Schönheit nur im Auge des Betrachters oder gibt es verallgemeinerte Wahrheiten? Wie sehr beeinflusst Make Up die Wahrnehmung von Schönheit?


All diese Fragen stelle ich mir immer wieder, bin jedoch bisher zu keinem für mich allgemein gültigen Schluss gekommen. Ein paar Gedanken zu dem Thema möchte ich dennoch mit euch teilen. Schönheit ist meiner Meinung nach ein Konstrukt, das keineswegs pauschal definiert werden kann. Es setzt sich aus sozialgesellschaftlichen Bewertungssystemen zusammen, die je nach Zeit und Ort ganz unterschiedlich sind/waren/sein werden. Ich möchte aber an dieser Stelle gar keine pseudo-philosophische Abhandlung zu Ästhetik initiieren, da ich viel zu wenig wissenschaftliches Hintergrundwissen besitze.

Für mich ist die Schönheit eines Menschen immer abhängig vom Wesen und Charakter. Das Äußere spielt nur eine sekundäre Rolle. Selbstverständlich bin ich nicht frei von intuitiver Anziehung - allerdings ist diese nur eine kurze Momentaufnahme meines (unbewussten und/oder unterbewussten) Bewertungssystems von Attraktivität. So richtig schön finde ich Menschen oft erst, wenn ich sie kenne. Empathie, Humor, Gemeinsamkeiten sind für meinen Begriff von Schönheit viel ausschlaggebender als das, was auf den ersten Blick sichtbar ist.  


Warum also überhaupt Make Up benutzen? Nach meiner eigenen Definition von Schönheit könnte es nicht irrelevanter sein. Nun verhält es sich allerdings so, dass die Wahrnehmung des eigenen Aussehens stark von der Anderer abweicht: Man schaut in den Spiegel, sieht Makel und Unebenheiten. Mit sich selbst geht man exponentiell härter ins Gericht als mit anderen Menschen in seinem Umfeld. Zumindest kann ich das von mir behaupten und habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es anderen ähnlich geht.  

Somit ist Make Up eine wunderbar einfache Übergangslösung, das Selbstbewusstsein in solchen Momenten zu stärken. Make Up kann Rüstung und Schutzschild im Kampf gegen das eigene, oft vernichtende Urteil sein. Die Oberfläche kann aber auch Reflektion des Inneren sein: Man fühlt sich stark und sexy und macht es mit Schminke sichtbar. Aber Make Up wird auf lange Sicht hin nie der ausschlaggebende Faktor zu einem positiveren Selbstbild sein. 


Ich glaube nicht, dass Make Up "schön" macht. Make Up macht aber auch nicht häßlich. Make Up macht lediglich anders, verändert die Oberfläche. In diesem Zusammenhang gibt es eine Begrifflichkeit, die mich schon immer massiv gestört hat: Natürlichkeit. Egal ob in Frauenzeitschriften, auf Blogs oder in Gesprächsrunden - oftmals bekommt man zu hören, dass Make Up die "natürliche Schönheit" eines Menschen hervorheben sollte. Möglichst minimalistisch soll es sein, damit man nicht maskiert aussieht. Was aber ist mit Authentizität und individuellem Wohlfühlen? Es muss doch in der heutigen Zeit möglich sein, auch stark geschminkt als natürlich und authentisch wahrgenommen zu werden. Manchmal ist es wirklich zum Haare raufen, wie vielen Richtlinien wir folgen müssten, um "schön" zu sein.


Schlussendlich ist Make Up für mich eine Spielwiese, auf der ich mich austoben kann. Der Akt des Schminkens macht einfach Spaß. Und Make Up hilft mir manchmal dabei, mich besser (oder schlichtweg anders) zu fühlen. Gleichzeitig beeinflusst Make Up meine persönliche Wahrnehmung von wahrhaftiger, menschlicher Schönheit nicht im geringsten. Denn die Essenz von Schönheit ist für mich immer unter der Oberfläche zu finden. 

Montag, 17. März 2014

...sagt nein zu body shaming!

Seit geraumer Zeit wächst in mir der Drang über ein Thema zu schreiben, das mir so sehr am Herzen liegt, dass ich nicht weiß, wie ich überhaupt anfangen soll. Es geht um body shaming, was lose übersetzt die "negative Beurteilung von Körpern" beschreibt. 

Wir leben in einer Welt, in der wir von visuellen Informationen überflutet werden und uns dem so gut wie nicht entziehen können. Gerade wenn man sich in einer Gemeinschaft wie der unsrigen, also der Welt von Beauty und Fashion Blogs bewegt, ist man durch eben diese Blogs und soziale Medien einem massiven Aufgebot von Abbildungen (weiblicher) Körper ausgesetzt. Zunächst ist daran nichts auszusetzen. Allerdings existieren auch in unserem fortschrittlichen Jahrzehnt noch gesellschaftliche Normen und Ideale, die zum Großteil solchen Abbildungen zu Grunde liegen. Selbst dies ist noch nicht einmal verwerflich, sondern vollkommen normal. Gesellschaften orientieren sich an solchen Normen, und definieren sich sogar darüber. Die Problematik entsteht jedoch dann, wenn diese Normen Ausnahmen nicht warmherzig ein-, sondern als Abart ausschließen. Hier beginnt body shaming.

Egal ob in Print- oder Online-Medien, sozialen Netzwerken, öffentlichen Foren oder privaten Kommunikationsformen: überall findet man Formen von body shaming. Mit dem Makro-Objektiv herangezoomte Bilder von Dellen an den Oberschenkeln prominenter Frauen im Privaturlaub, vorher-nachher Vergleiche "geglückter" oder "mißglückter" Diäten, Aussagen wie "Leggings ab Größe 40? Ein No-Go!", "Beth Ditto - Fett im Geschäft" oder "Männer wollen Kurven, keine Magermodels" - all diese Puzzleteile setzen sich zu einem erschreckenden Bild unserer heutigen Gesellschaft zusammen. Es wird verurteilt, wo es nur geht. Jeder bekommt "sein Fett weg". Und was für Frauen gilt, lässt sich ebenfalls für Männer konstituieren. 

Manchmal frage ich mich, warum wir es so nötig haben, uns gegenseitig nieder zu machen. Mangelt es an Selbstwertgefühl? Ist Gehässigkeit die neue Lässigkeit? Fühlt man inneren Seelenfrieden, wenn man andere beschämt? Löst das gemeinsame Hetzen ein vermeintlich wohliges Zusammengehörigkeitsgefühl aus? Oft fällt es mir schwer, die Beweggründe für solch ein Verhalten nachzuvollziehen - ganz besonders, wenn es in meinem Umfeld geschieht, egal ob on- oder offline. In den letzten Jahren habe ich vermehrt darauf geachtet, wann und wie body shaming betrieben wird. Und oft genug habe ich mich selbst dazu aufgefordert, dumme Gedanken in diesem Bereich einfach nicht auszusprechen. Denn ganz ehrlich: jeder hat Unfaires im Sinn. Aber langfristig hilft es, sich darüber auszuschweigen. In gewisser Weise ist das wie eine Art Selbst-Therapie, in der man sich dazu konditioniert, body shaming negativ zu konnotieren und positiven Gedanken zu Körperlichkeiten Vorrang zu gewähren. 

Selbstverständlich liegt die Schönheit eines Körpers im individuellen Ermessen eines jeden Menschen. Und ich halte es auch für wichtig und erfrischend, dass wir alle ganz unterschiedliche Dinge schön finden. Es geht mir auch nicht ansatzweise darum, eine bestimmte Körperform zu propagieren, sondern ganz grundsätzlich einen liebevollen Umgang mit sich selbst und anderen voranzutreiben! Ein Mensch sollte nicht auf Grund seines Körpers verurteilt werden. Ausschlaggebend sind meiner Meinung nach die Handlungen und das Verhalten gegenüber Mitmenschen. 

So fordere ich euch alle auf: Benutzt die Stimme, die ihr habt und unterstützt einander! Denkt um, denkt positiv! Gebt body shaming keine Plattform! Sagt nein zu gehässigen Beurteilungen! Ich glaube fest daran, dass gesellschaftliche Ideale und Normen sich nur dann entwickeln und ändern können, wenn man aktiv daran arbeitet, diese zu formen und mitzugestalten. Ich will keine Mitläuferin sein, die wegguckt, wenn body shaming betrieben wird, sondern etwas dafür tun, dass sich alle Menschen in ihrem Körper wohl fühlen. Das dürfen und sollen wir nämlich.